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Der Nietzsche-Mythos vom Erdenreich

Gegen Gottesmord und Erdzerstörung

Rudolf Kreis

Den vielen Stilen Nietzsches, seiner virtuosen List der Dissimulation liegt ein begrifflich exaktes Denken zugrunde, das genau da auf den Plan tritt, wo sich die Erfolgsgeschichte der Wissenschaft und der abendländischen Moral als ebenso kontingent und frei erfunden (von ihren Axiomen her) erwiesen hat wie untauglich, die soziale Selbstbeherrschung des Menschen gegenüber dem Ganzheitsgeheimnis des Lebens zu erwirken. Es ist ein Denken in überraschendem Einklang mit den Numina, die unser Eingreifen in die Erde auslöste. Dieses Denken ist in nuce ausgebildet in den Dichtungen des Kindes Nietzsche. Zusammen mit dem (vor allem nachgelassenen) Spätwerk schließen sie sich zur Aura des Werkes. Dessen verkannter Wille zur Macht zielt auf die Zukunft der Erde im Namen des Kindes. Die Erdregierung ist ihm ein «nahes Problem».
Aus dem Inhalt: Das änigmatische Kind - Das informierte Ich und seine erfundenen Wirklichkeiten - Die Unmoralität der Moral - Die Naturgewalt der Kunst - Der formenbildende Feld-Charakter der Evolution - Öko-Ethik - Erdpolitik.