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Alliierte Wiedervereinigungsmodelle für das geteilte Deutschland

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Christian Malte Gladis

Gegenstand dieser noch vor den revolutionären Umwälzungen in der DDR abgeschlossenen Untersuchung ist eine zusammenhängende Darstellung der Deutschlandpolitik der vier Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges von den ersten alliierten Kriegskonferenzen 1941 bis zur letzten Deutschlandkonferenz im Jahre 1959, soweit es um die Frage der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Einheit des deutschen Staates ging. Unter Berücksichtigung der bis heute durch allgemeines Völkerrecht, alliierte Rechtsetzungsakte und deutsches Verfassungsrecht geprägten Rechtslage Deutschlands geht es dabei vorrangig um eine Interpretation dieser alliierten Wiedervereinigungsmodelle vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen sowie um eine Analyse ihres wechselseitigen Beziehungsgeflechts und ihres schließlichen Scheiterns. Abschließend werden mögliche aktuelle Nutzanwendungen aus diesen Modellen für eine aktive Wiedervereinigungspolitik erörtert und die sich insofern aus dem grundgesetzlichen Wiedervereinigungsgebot und dem völkerrechtlichen Grundsatz des Selbstbestimmungsrechtes für die deutschen Verfassungsorgane ergebenden Verpflichtungen präzisiert.
Aus dem Inhalt: Teheran - Jalta - Potsdam - Der Byrnes-Plan 1946 - Bevin-Plan und Molotow-Plan 1947 - Kennans «Plan A» und Robertson-Plan 1948 - Die Stalin-Note vom 10.3.1952 - Churchills Deutschlandinitiative 1953 - Eden-Plan und Molotow-Plan 1954 - Herter-Plan und sowjetischer Friedensvertragsentwurf vom 10.1.1959 - Wiedervereinigungsgebot und Selbstbestimmungsrecht.