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Spanien und Europa im Zeichen der Aufklärung

Internationales Kolloquium an der Universität-GH-Duisburg vom 8.-11. Oktober 1986

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Siegfried Jüttner

Anders als seine Nachbarn in Europa galt Spanien lange als Land ohne Aufklärung. Zu Unrecht, wie die hier versammelten Beiträge dokumentieren. Provisorisch, tastend, skizzenhaft wird Spaniens Aufklärung aus wechselnden Perspektiven und mit unterschiedlichen Methoden im Bezug zu Europa - vornehmlich zu Frankreich und Deutschland - situiert. Im Mittelpunkt steht dabei das unter dem Eindruck der Aufklärung entstehende neue Gesicht der Literatur, ohne dabei die enge Verflechtung dieser Reformbewegung zu Wirtschaft, Politik und Pädagogik auszublenden. Doch wo Aufklärung als Denkhaltung, als Einstellung zum Leben erscheint, werden auch zentrale Mythen der Selbst- und Fremdeinschätzung unter den Mitgliedern einer Gelehrtenrepublik sichtbar, die sich nicht zuletzt als Schriftsteller ihrer doppelten Verantwortung für das eigene Volk und Europa stellen.
Aus dem Inhalt: Völkerstereotype und Pressewesen - Europaweite Konkurrenz und Suche nach nationaler Identität - Mythen des Aufklärers als Historiker und Erzieher des Volkes - Aufklärungshorizonte der Literatur - Bürgerliches Schauspiel und nationale Tragödie - Empfindsamer Roman und politische Lyrik.