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Ein Fall im Medienvergleich: Film- und Fernsehversion von «A Streetcar Named Desire»

Beitrag zur Annäherung an eine Mediensemiotik

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Susanne Niemeier

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, ein mediensemiotisches Analyseinstrumentarium und seine Anwendbarkeit in einer kontrastiven Analyse von zwei sehr unterschiedlichen Umsetzungen des Dramas von T. Williams «A Streetcar Named Desire» in einen Kinofilm (Kazan 1951) und in ein Fernsehspiel (Erman 1984) unter Beweis zu stellen. Dabei wurde sowohl auf Grundlagen der theoretischen Semiotik als auch auf filmanalytische Ansätze rekurriert, doch mußte zwischen diesen beiden Wissenschaftsbereichen zunächst eine Verbindung geschaffen werden, bei der alle am Superzeichen Film beteiligten Zeichensysteme berücksichtigt werden. Die der Analyse zugrundeliegende Fragestellung war stets diejenige nach dem medienspezifischen Angebot zur Interpretantenbildung: in diesem Sinn wurden nicht nur filmische und bildtechnische Zeichensysteme hinterfragt, sondern auch die Zeichen der paraverbalen und der nonverbalen Kommunikation sowie die gesamte Sender-Empfänger-Kette und zugrundeliegende Interpretationsebenen, die nach dem Peirceschen Konzept der unendlichen Semiose Teil des mediensemiotischen Vermittlungsprozesses sind.