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Kultureller Konservatismus und Krisensituationen

Konstanzmaximierung als soziokulturelle Überlebensstrategie und der Stellenwert von Kulturkonstanz für menschliche Existenzbewältigung

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Michael Nagelstock

Im Gegensatz zur Erscheinung des Kulturwandels ist die relative Konstanz soziokultureller Systeme bisher nur ansatzweise explizit untersucht worden. Mit der vorliegenden Arbeit wird hierzu ein Beitrag geleistet. Der Autor stellt heraus, daß Kulturkonstanz und kultureller Konservatismus elementar mit der grundsätzlichen Instrumentalität von Soziokultur für die Stabilisierung menschlicher Existenz zusammenhängen. Das zeigt sich am deutlichsten in Situationen existentieller Unsicherheit, verbunden mit der Gefahr der Auflösung relativ verläßlicher Soziokultur-Zusammenhänge. Gerade in solchen Situationen treten Kulturkonstanz und Kulturkonservatismus insofern besonders ausgeprägt zu Tage, als die existentielle Stabilisierungsfunktion von Soziokultur in erhöhtem Maße eingefordert werden muß. Am Beispiel der osteuropäischen Juden, Hutterer, Old Order Amish und der Pueblo-Indianer bzw. Hopi wird dies konkret-empirisch belegt.
Aus dem Inhalt: Kulturkonservatismus, Kulturkonstanz, Kulturwandel - Menschliche Existenzstabilisierung und Soziokultur - Menschlich-kulturierte Anpassung - Biopsychische und soziale Grunderfordernisse - Osteuropäische Juden, Täufergemeinschaften, Pueblo-Indianer, Hopi - Existentieller Normalzustand - Krise, Streß, Kulturverfall und Konstanzmaximierung - Mechanismen für Kulturkonstanz.