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Analogie im Germanischen

Historisch-morphologische Studien zum Ablautsystem der e-Verben anhand des Deutschen und Schwedischen kontrastiv dargestellt

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Max Salm

Die Erkenntnis, dass die starken Verben cross-diachron zugunsten der schwachen an der Zahl abgenommen haben, ist schon so alt wie die germanische Philologie selbst. Der Ablaut als morphotaktisches Flexionsmuster hat sich als instabil erwiesen.
Trotzdem gehört es nach wie vor zu einer der auffälligsten sprachtypologischen Eigentümlichkeiten der Germanität, dass ein resistenter Bestand an starken Verben erhalten geblieben ist - je pro Idiom, einmal mehr, einmal weniger. So existiert von der einstmaligen Fülle auch eine reduzierte Anzahl, die sowohl im Deutschen als auch im Schwedischen gemeinsam nachlebt und idiomintern sich jeweils nach ganz spezifischen Klassifikationsprinzipien gruppiert. Dabei kommt im Wechselspiel dieser kategoriellen Mutationen der sogenannten Analogie höchste Bedeutung zu.
Aus dem Inhalt: Bestandsaufnahme der starken Verben - Das Modell von Ulvestad - Kontrastiver Hauptteil - Der Aussagewert der Analogieleitsätze.