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Religion und Reform in der arabischen Provinz

Husayn al-Gisr at-Tarâbulusî (1845-1909) - Ein islamischer Gelehrter zwischen Tradition und Reform

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Johannes Ebert

Die zunehmende Abhängigkeit der islamischen Welt von Europa, militärische Niederlagen und das Eindringen neuer Ideen lösten bei den Arabern im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert vielfältige Reaktionan aus. Diese wurden bisher von der Forschung vor allem für die geistigen Zentren wie Kairo, Beirut und Istanbul behandelt.
In der vorliegenden Arbeit steht mit dem in Tripoli (Tarâbulus as-Sâm) wirkenden Gelehrten Husayn al-Gisr (1845-1909) eine Persönlichkeit im Mittelpunkt, die sich in der arabischen «Provinz» mit den Herausforderungen der neuen Zeit auseinandersetzte. Nach einer Darstellung der politisch-religiösen Situation von Tripolis im 19. Jahrhundert werden das Leben und die Schriften Husayn al-Gisrs behandelt. Husayn al-Gisrs Hauptwerk, «ar-Risâla al-hamîdiyya», die erste ernsthafte islamische Replik auf den Darwinismus, beeinflußte das Verhältnis zur Evolutionslehre in der gesamten islamischen Welt. Durch seinen Schülerkreis wirkte Husayn al-Gisr auch über seine Generation hinaus fort.
Aus dem Inhalt: Tripoli im neunzehnten Jahrhundert - Husayn al-Gisr: eine biographische Skizze - Ein Gelehrter zwischen Tradition und Reform.