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Die Lektüren des Alfred Döblin

Zur Funktion des Zitats im Novemberroman

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Jürgen Blume

Die vorliegende Arbeit beschreibt die Funktion von Zitaten in erzählender Literatur, untersucht Döblins politisches Selbstverständnis und stellt den Novemberroman vor: Aufbau, Inhalt, Entstehung und Rezeption. Darauf aufbauend verfolgt sie die Funktion von poetischen, politischen und religiösen Zitaten im Novemberroman. Anhand der exemplarischen Untersuchung des Antigone-Zitatkomplexes wird eine Einordnung und Interpretation dieser dem Spätwerk Döblins zuzurechnenden Romantrilogie vorgenommen. Sie wird als Manifestation der Konversion Döblins begriffen. Die beabsichtigte Synthese von Sozialismus und Christentum erzeugt einen Bedarf ideeller Beglaubigung, wofür die Autorität der Zitate aus der abendländischen Bildungsgeschichte seit der Antike vonnöten ist.
Aus dem Inhalt: Das Zitat in der Erzählkunst - Döblins politisches Selbstverständnis - Entstehung, Aufbau, Inhalt und Rezeption des Novemberromans - Die Funktion der poetischen, politischen und religiösen Zitate - Am Beispiel der Antigone: Exemplarische Untersuchung der Zitatpraxis.