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Die Metaphorisierung des vegetativen Lebensbereiches in der frühen Lyrik Else Lasker-Schülers und Georg Trakls

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Mechthild Kirschner

In literaturästhetischen Prozessen spielt die Subjektivität mit ihrer Sinnlichkeit eine wesentliche Rolle. Aufgrund ihrer subjektivitätsauslösenden Eigenschaften ist die Metapher ein geeignetes stilistisches Mittel zur Verwirklichung dichterischer Intention. Ausgehend von einem solchen Metaphernverständnis wird ihre Funktion in den lyrischen Texten der Expressionisten Lasker-Schüler und Trakl herausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, auf welche Weise durch die Metaphorisierung des vegetativen Lebensbereiches erlebte Wirklichkeit umgeformt und ästhetisch dargestellt ist. Im künstlerisch-erotischen Spiel der frühen Lyrik Lasker-Schülers, wie in der von Trakl inszenierten 'leisen Apokalypse' wird im Prozeß literarischer Umsetzung in der vegetativen Metapher subjektives Erleben transzendiert und im fiktionalen Ich literarisch gestaltet.
Aus dem Inhalt: Subjektivität - Metapherntheorie - Expressionismus, Freud, Nietzsche, Ästhetik des Häßlichen - Vegetative Metaphorik - Funktion in der Literatur, religiöse, mythologische und alchemistische Bedeutungsaspekte - Vegetative Metapher Trakls und Lasker-Schülers als 'absolute Metapher'.