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Studien zu Uwe Johnsons früher Erzählung-«Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953»

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Beate Wunsch

Heimat - Fremde - Sozialismus - Stalinismus - Freiheit - diese Stichworte umreißen die handlungstragende Problematik in Uwe Johnsons Schulerzählung aus der DDR der frühen 50er Jahre. Die Untersuchung interpretiert das zwischen 1953 und 1957 entstandene Erstlingswerk erstmalig umfassend hinsichtlich formaler und inhaltlicher Aspekte wie Erzählweise und Sprache, Schauplatz, Personen und Handlung. Dabei wird der Roman in die Tradition der Schulerzählung und in den Zusammenhang des Johnsonschen Gesamtwerks gestellt, aber auch seine Nähe zu anderen Werken der DDR-Literatur gezeigt. Ein weiterer Teil schildert anhand von Entstehungs-, Verlags- und Rezeptionsgeschichte, warum Ingrid Babendererde nach Ablehnungen durch ost- und westdeutsche Verlage erst in den 80er Jahren erschien. Ingrid Babendererde ist ein markantes Beispiel dafür, wie das 'Schicksal' eines Romans Tendenzen in Kulturpolitik und Literaturkritik und damit gesellschaftliche Bewegungen und Erstarrungen widerspiegeln kann.
Aus dem Inhalt: Entstehungs- und Verlagsgeschichte 1953-1985 - Rezeption: Mutmassungen über Jakob - Uwe Johnson und die DDR - Ingrid Babendererde - Textinterpretation: Erzählen - Zeit - Sprache: Macht und Ironie - Landschaft - Stoff: Lehrer und Schüler - Personen - Gegensätze: Andererseits-Einerseits - Ingrid Babendererde und das Gesamtwerk.