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Bestattungen und Menschenreste in «Häusern» und Siedlungen des steinzeitlichen Mitteleuropa

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Gerold Happ

Zahlreiche Berichte über Skelett- und Menschenknochenfunde in prähistorischen Siedlungen oder gar Wohnhäusern vermitteln den Eindruck, die Beisetzung im Wohnbereich sei in den Frühphasen der Menschheitsgeschichte eine allgemein übliche Bestattungssitte gewesen. Begriffe wie «Hausgrab, Grabhaus, Totenhaus, Wohnhaus- und Siedlungsbestattung» werden benutzt, um die unterschiedlichen Erscheinungsformen dieses Phänomens zu beschreiben. Verschiedene Umstände und Beobachtungen berechtigen jedoch Zweifel an den geläufigen Interpretationen. Eine übergreifende Betrachtung der betreffenden Faktoren sowie eine statistische Auswertung einer repräsentativen Auswahl entsprechender steinzeitlicher Befunde sollen dazu beitragen, die Bedeutung der Beisetzung im Wohnbereich im Rahmen der übrigen Bestattungsformen zu umreißen.
Aus dem Inhalt: Bestattung im Hausgrab, im Grabhaus, im Wohnhaus, auf dem Siedlungsgelände, in Erdwerken - Schädelbehandlung, unvollständige Skelette, durchschnittliche Bestattungszahl pro Siedlung - Ethnologische Parallelen.