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Das Leben im Kunstwerk

Studien zu Goethes Mignon und ihrer Rezeption

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Julia von Kleist-König

Die Gestalt der Mignon in Goethes Roman «Wilhelm Meisters Lehrjahre» hat von Anfang an viele Leser fasziniert. Sie wird in der Wilhelm-Meister-Forschung in der Regel dem Protagonisten Wilhelm und damit der Bildungs- oder Entwicklungsidee untergeordnet. Die Autorin versucht, die Wirkung der Mignongestalt zu begründen und in eine Deutung einzubeziehen, indem sie Mignon mit Kategorien der Mythosforschung interpretiert und eine Rezeptionsgeschichte schreibt. Neben vielen deutschsprachigen Texten (von Bettina von Arnim, Stifter, Keller, Fontane, Thomas Mann und anderen) werden auch Werke der Weltliteratur (von Flaubert, Zola, Dostojewski) berücksichtigt.
Aus dem Inhalt: Mythosforschung, Mythosdefinition - Mignon: mythisches Bewußtsein, Kind, Puppe, Arché, Opfer - Mignon-Substanz in den «Lehrjahren» und den «Wanderjahren» - Rezeption der Mignongestalt: die numinose Wirkung, die literarische Rezeption - Aspekte und Tendenzen Mignons in vergleichbaren Figuren.