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Kaisertage

Die Hamburger und das Wilhelminische Deutschland im Spiegel öffentlicher Festkultur

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Tobias Elsner

Das hamburgische Bürgertum hat sich bis zur Jahrhundertwende in das Herrschaftssystem des Deutschen Reiches eingegliedert. Es begeisterte sich bei den Besuchen Wilhelms II. für Kaiser und Reich, während der Monarch seinerseits eine Vorliebe für die Hansestadt entwickelte. Diese Grundannahmen werden durch die Beschreibung des organisatorischen und protokollarischen Rahmens und der ikonographischen Gestaltung der Kaisertage vielfach belegt und im Hinblick auf die Spannung zwischen hamburgischer Eigenständigkeit und kaisertreuer Gesinnung interpretiert. Die Studie zeigt, wie stadtstaatliche Besonderheiten durch symbolische Selbstdarstellungen ersetzt wurden und wie sich im Einklang mit dem Reich ein «wilhelminisch-hamburgischer» Feierstil herausbildete.
Aus dem Inhalt: Kriegsbegeisterung und deutsches Nationalgefühl in Hamburg 1870/71 - Harmonie mit dem Reich bei der Zollanschlußfeier 1888 - Sedanfeiern und Kaisergeburtstagsfeste in Hamburg - Verehrung des Kaisers bei den Sommerbesuchen - Verherrlichung von Kaiser und Reich bei Schiffstaufen.