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Rechtstheoretische und geistesgeschichtliche Voraussetzungen für das Werk Franz Kafkas

Analysiert an seinem Roman «Der Prozeß»

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Claus Hebell

Das Werk Franz Kafkas hat eine Vielfalt von Deutungsversuchen hervorgerufen. Zu oft ist jedoch übersehen worden, daß Kafka als studierter und praktizierender Jurist in vielen seiner Werke und besonders im Roman «Der Prozeß» bestimmte Rechtskonzeptionen behandelt, ihre Defizite aufdeckt und ihre Auswirkungen darstellt. Die vorliegende Arbeit macht sich zur Aufgabe, den faktischen historischen Voraussetzungen solcher Konzeptionen nachzuspüren. Der Autor untersucht Strafgesetzbücher aus Kafkas Zeit und klärt so auf empirische Art die Entstehungsbedingungen für das typisch «kafkaeske» Gepräge, das den Prager Autor weltweit bekannt gemacht hat.
Aus dem Inhalt: Verfassung der Monarchie Österreich-Ungarn - Die fehlende Rechtsstaatlichkeit im Prozeßroman - Die Verfahrenspraxis im «Prozeß» und das Strafgesetz der Monarchie - «Der Prozeß» als institutionelles Syndrom - Geistesgeschichte und Schuldbegriff.