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Die deutsche Justiz im Urteil der Nationalsozialisten 1920 - 1933

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Manfred Krohn

Daß die Weimarer Justiz antirepublikanisch eingestellt gewesen sei und damit das Aufkommen des Rechtsradikalismus erleichtert habe, ist heute eine gängige These. Wie die NSDAP, die danach die Hauptbegünstigte der Rechtsprechung gewesen sein müßte, die Gerichte beurteilte, ist trotz der mittlerweile fast unüberschaubaren Literatur zur Weimarer Justizgeschichte bisher nicht untersucht worden. Diese Lücke wird mit der vorliegenden Arbeit geschlossen.
Zugleich ermöglicht die Auswertung der nationalsozialistischen Gerichtskritik eine Antwort auf die Frage, ob und inwieweit das spätere Verhalten der NSDAP gegenüber der Justiz bereits in den Weimarer Jahren voraussehbar war.
Aus dem Inhalt: Justizkritik als Teil der Parteipropaganda - Die großen Weimarer Verfahren - Rechtsprechung und Politik - Justiz und Juden - Arbeitsweise der Gerichte - Die Juristen - Richterleitbild der Nationalsozialisten.