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Zwischen Erziehung und Ausgrenzung

Zur württembergischen Geschichte der Sinti und Roma im 19. Jahrhundert

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Thomas Fricke

Jahrhundertelang führten Sinti und Roma oder die «Zigeuner» bei uns eine gesellschaftliche Randexistenz. Dementsprechend wurden sie von fast allen Autoren, die sich in der Vergangenheit mit ihnen beschäftigten, als ein exotisches Randphänomen gesehen, das mit unserer Geschichte so gut wie nichts zu tun hat. Diese Mauer versucht die vorliegende Arbeit zu durchbrechen, indem sie am Beispiel Württembergs zeigt, wie eng die Geschichte der Zigeuner mit unserer eigenen verbunden ist. Humanismus und Utilitarismus der Aufklärung, Bürgerlichkeit, Nationalismus und kapitalistische Wirtschaftsmentalität - mit all diesen Erscheinungen waren auch die Zigeuner direkt oder indirekt konfrontiert.
Aus dem Inhalt: Zigeunerpolitik im 19. Jahrhundert in Württemberg (Seßhaftmachungsversuch in der 1. Hälfte des Jahrhunderts/Ausweisungs- und Bekämpfungspolitik seit 1879) - Aberglaube und Vorurteile - Zigeuner und Landbevölkerung - Zigeunerbild in der Presse.