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Die Krise der schulischen Vermittlungspraxis

Versuche zur didaktischen Aufarbeitung von Krisenerscheinungen in Schule und Unterricht im Jahrzehnt nach der Bildungsreform

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Bernd Hauck

Die «Krise des Schullernens» wird im Spannungsfeld der nur zum Teil realisierten Ansprüche der Bildungsreform und der in den 80er Jahren sich abzeichnenden globalen Überlebenskrise der technisch-wissenschaftlichen Zivilisation zu analysieren versucht. Die Funktionsfähigkeit der schulischen Vermittlungspraxis ist dabei in zweifacher Weise bedroht: Einmal durch die widersprüchlichen Verhaltensdispositionen und veränderten Aneignungsweisen der «Konsum- und Medienkinder», zum anderen durch die wachsenden Entsinnlichungstendenzen, die von einem einseitig den Prinzipien wissenschaftlichen Weltverstehens verpflichteten Unterricht ausgehen. Anknüpfend an den Kerngehalt der Bildungsidee werden deshalb Alternativen zur entsinnlichten Unterrichtspraxis und Wege zur Wiedergewinnung der subjektiven und gesellschaftlichen Bedeutsamkeit des Schullernens aufgezeigt und diskutiert.
Aus dem Inhalt: Schulkritische Erfahrungsberichte von Lehrern und Schülern - «Alltagswende» in der Pädagogik - Veränderte Kindheit: veränderte Schüler - Wissenschaftsorientierter Unterricht und die Überlebenskrise der technisch-wissenschaftlichen Zivilisation - Die Bildungsfrage in der Gegenwart.