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Die literarische Gestalt des Blinden im 19. und 20. Jahrhundert

Klischees, Vorurteile und realistische Darstellungen des Blindenschicksals

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Pilar Baumeister

Der Zusammenhang zwischen Literatur und Gesellschaft wird in dieser Arbeit besonders deutlich. In der Art und Weise, wie sehende Autoren Späterblindete und Geburtsblinde darstellen, äußern sich übernommene Klischees, eigene oder an anderen beobachtete Reaktionen und Einstellungen dem realen Blinden gegenüber. Die Autorin will die Beziehung zwischen Sehenden und Blinden anhand der Literatur untersuchen und Klischees entgegenwirken, die eine Aufklärung über den realen Blinden verhindern. Von dem ambivalenten Begriff der Blindheit ausgehend, gliedert sie ihre Analyse deutschsprachiger und ausländischer Autoren nach literarischen Gattungen und thematischen Schwerpunkten mit besonderer Hervorhebung der psychologischen Aspekte (Bereich der Wahrnehmung) und der gesellschaftskritischen Darstellungen. Im Schlußkapitel kommen auch blinde Autoren zu Wort.
Aus dem Inhalt: Die verschiedenen Bedeutungen des Wortes «blind» - Der Blinde in Kurzformen, im Roman, in der Lyrik und im Drama - Der Sehverlust und die Erforschung der übrigen vier Sinne - Gesellschaftskritische Werke - Die Blindheit aus der Perspektive blinder Autoren.