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Die Sickingische Herrschaft Landstuhl

Vom Reichsland zum ritterschaftlichen Kleinterritorium

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Hans-Werner Langbrandtner

Burg und Herrschaft Landstuhl am Rand der Kaiserslauterner Senke gehörten zum staufischen Reichsland Lautern. Nach der Abspaltung war Landstuhl wegen seiner Verkehrslage Ziel der Territorialpolitik verschiedener Grafengeschlechter zwischen Mosel und Nordvogesen. Franz von Sickingen erwarb um 1500 die gesamte Herrschaft und baute sie zum Zentrum seiner Machtpolitik aus. Hier erlag er auch den von ihm herausgeforderten Landesfürsten. Nach der Rückgabe der Rechte an die Sickinger entwickelte sich Landstuhl zu einem Glied des Ritterkantons Oberrhein. Die vorliegende Arbeit basiert auf der Rekonstruktion des Sickingischen Archivs und der Aufarbeitung der weit zerstreuten Archivalien, die eine neue Sicht der Kondominatsverhältnisse, des Schicksals Landstuhls nach der Sickingischen Fehde, der lokalen Verwaltung der Herrschaft und des Verhältnisses zur Reichsritterschaft erlauben.
Aus dem Inhalt: Schwerpunkte der Darstellung sind die Kondominats- und Pfandverhältnisse im Spätmittelalter, die Rolle Landstuhls während der Sickingischen Fehde 1523, die lokale Verwaltung und die konfessionellen Entwicklungen im 17. und 18. Jahrhundert, die Familienverträge zur Sicherung der Herrschaft sowie das Verhältnis Landstuhls zur Reichsritterschaft.