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Der «Taufbrunnen» in San Frediano in Lucca und die Entwicklung der toskanischen Plastik in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts

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Susanne Heydasch-Lehmann

Zum ersten Mal seit den 20er Jahren wird eine zusammenhängende Darstellung der Entwicklung romantischer Plastik vorgelegt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht der sogenannte Taufbrunnen in San Frediano in Lucca, der ursprünglich als Klosterbrunnen gedient haben muß. Bei der Analyse seines Bildprogramms zeigt sich bald, daß einige Teile seines Reliefschmucks nicht zum Originalbestand gezählt werden können und stattdessen ein vollständiger Moses-Zyklus zu rekonstruieren ist. An der Ausführung war unter anderem auch der mehrfach bezeugte Meister Biduinus beteiligt, und so kann der Brunnen sicher in die Zeit kurz nach 1180 datiert werden. Diese Ergebnisse erhalten ihren angemessenen Stellenwert erst dann, wenn sie im Zusammenhang der Entwicklung der toskanischen Platik insgesamt gesehen werden. Daher versucht der zweite Teil der Untersuchung, diese Entwicklung von ihrem Auftakt mit der alten Pisaner Domkanzel, die als Werk des Meisters Guglielmus zwischen 1158 und 1162 entstand, über die Bronzetüren des Bonanus von Pisa und den Luccheser Brunnen bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts nachzuvollziehen.
Aus dem Inhalt: Der «Taufbrunnen» in San Frediano in Lucca (Ikonographie, Stil, Rekonstruktion, Funktion) - Die alte Pisaner Domkanzel des Meisters Guglielmus - Arbeiten der Meister Gruamons, Adeodatus und Enricus in Pistoia - Die Porta S. Ranieri des Bonanus von Pisa - Arbeiten des Meisters Biduinus in S. Cassiano, New York, Lucca und Lammari.