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Strategien der Ausgrenzung

Der Kampfbegriff «Kriminelle Drogensubkultur» und das Beispiel Hamburger Heroinkonsumenten

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Volker Mariak

Der Blick in die Medienlandschaft zeigt es: Die Drogen-Thematik ist wiederentdeckt worden. Sie hat geradezu Hochkonjunktur. Auch Hamburg bleibt von diesem Phänomen nicht verschont. Warum wird eine ganz bestimmte Gruppe von zumeist jungen Drogennehmern zur Zielscheibe sozialer Kontrolle? Im Blickpunkt der vorliegenden Marginalisierungsanalyse steht das «people processing», das Routineverhalten und der daran gebundene prozessuale Verlauf von Interaktionen zwischen Heroinnehmern und den Vertretern sozialer Kontrolle. Der Begriff Drogen-Subkultur bekommt in diesem Kontext seinen empirischen Bezug. Eine wissenschaftliche Überlegungsfigur gerät hier zur sozialen Wirklichkeit und findet Eingang in das Repertoire der Ausgrenzungsstrategien.
Aus dem Inhalt: Subkulturforschung im Überblick - Strategien der sozialen Ausgrenzung - Der Begriff Drogen-Subkultur als «social censure» - Organisationsspezifische Verfahren in der Drogenbekämpfung - Drogenberatung und Drogenfahndung - Die symbolische Bekämpfung von Normbrüchen - Ghettobildung und soziale Integration.