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Die Anrede an das Buch in der römischen Dichtung

Studien zum Verhältnis des Dichters zu seinem Werk

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Gabriele Wissig-Baving

Die Veröffentlichung eines Buches zwingt den Autor zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Werk, da dieses nun beginnt, ein eigenständiges «Leben» zu führen. So erklärt sich die Entstehung des literarischen Topos der Anrede an das Buch, der in besonderem Maße Aufschluß über das Verhältnis von Dichter und Werk zu geben vermag. Ausgehend von Horaz, Epistel 1,20, untersucht die vorliegende Studie den mentalitätsgeschichtlichen Hintergrund und dringt zu einer Wesensbestimmung des Topos vor. Daß es sich hierbei um ein Thema von übergreifendem literaturwissenschaftlichem Interesse handelt, wird anhand zahlreicher Beispiele aus der Rezeptionsgeschichte deutlich.
Aus dem Inhalt: Horaz, epist. 1,20 - Buchapostrophe bei Ovid - Buchapostrophe in der Kaiserzeit - Griechische Vorformen - Nachleben des Topos - Dichterisches Selbstverständnis - Personifikation als Zeichen der Verselbständigung.