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Vom mimetischen Ursprung der Sprache

Walter Benjamins Sammelreferat "Probleme der Sprachsoziologie</I> im Kontext seiner Sprachtheorie

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Günter Karl Pressler

Die bisherige Rezeption der Benjaminschen Sprachaufsätze behandelte ausschließlich seine «programmatischen Schriften» (W. Menninghaus). Die vorliegende Studie widmet sich dem 1934 geschriebenen und 1935 in der Zeitschrift für Sozialforschung publizierten Sammelreferat Probleme der Sprachsoziologie. Im Unterschied zu seinen sprachprogrammatischen Arbeiten wendet sich hier Benjamin bis heute aktuellen Sprachtheorien zu. Zur Darstellung kommen Bühlers Sprachtheorie, Lévy-Bruhls, Wygotskis, Marrs und Piagets Reflexionen zum Verhältnis Sprache und Denken sowie die sprachphysiognomischen Arbeiten von Leonhard und Werner. Es handelt sich aber bei dem Sammelreferat um eine indirekte, doch ganz offensichtliche Diskussion und Konkretisierung Benjamins eigener philosophisch-spekulativ entwickelter Sprachtheorie.
Aus dem Inhalt: Sprachursprung - Laut und Bedeutung - Kritik der Onomatopoetik - Ethnologische Befunde zur «Gebärdensprache» - «Wortmagie» und die Bedeutung des Namens - «Werkzeugintelligenz» und Sprachentstehung - «Egozentrische Kindersprache» - Ausdruck und Darstellung - Mimesis.