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Studien zum italienischen «contrasto»

Ein Beitrag zur gattungsgeschichtlichen Entwicklung des Streitgedichtes

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Dorothee Heller-Benoliel

Der contrasto als italienische Variante der Gattung «Streitgedicht» erscheint bis heute im Kontext volkstümlicher Literatur. Ausgehend von einer Beschreibung des kulturellen Umfeldes untersucht diese Arbeit den contrasto unter inhaltlichen, formalen und gattungsgeschichtlichen Aspekten. Die - größtenteils toskanischen - Textbeispiele sind themengebunden und veranschaulichen zum einen das Phänomen des italienischen Lokalpatriotismus, zum anderen den zeitlosen Antagonismus Stadt/Land und damit verbundene soziale Auseinandersetzungen. In seiner Vielfältigkeit dokumentiert der contrasto beispielhaft die Vitalität der Volkskultur; aktuelle Zeugnisse - überlieferte Texte und Neuschöpfungen - weisen auf die Kontinuität einer traditionell verwurzelten Literaturform.
Aus dem Inhalt: Volkskultur und Folkloreforschung - Italienischer Bänkelsang - Verbreitung und Überlieferung volkstümlicher Texte - Erscheinungsbild und thematische Entwicklung des contrasto - Textbeispiele aus den Themenbereichen 'italienischer Lokalpatriotismus' und 'soziale Auseinandersetzung'.