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Giacomo Leopardis «Zibaldone»

Von der Kritik der Aufklärung zu einer «Philosophie des Scheins»

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Volker Steinkamp

In der vorliegenden Arbeit wird mit dem Zibaldone di pensieri des Dichters Giacomo Leopardi (1798-1837) ein sowohl vom Inhalt als auch von der äußeren Form her einzigartiges Werk der italienischen Literatur vorgestellt, das bislang in Deutschland kaum Beachtung gefunden hat. Die umfangreichen, tagebuchartig verfaßten Aufzeichnungen des Zibaldone, die ein breites Spektrum von philosophischen, literarischen und historischen Themen zum Gegenstand haben, stellen das unmittelbare Ergebnis eines täglichen Reflektierens des Autors dar, das entscheidend vom aufklärerischen Erbe einer «entmystifizierten Welt» geprägt ist. In seiner offenen, fragmentarischen Form erscheint der Zibaldone als das Organ eines skeptischen Denkens, dessen Reiz nicht zuletzt darin besteht, daß es auf endgültige Aussagen weitgehend verzichtet.
Aus dem Inhalt: Zur Form des Zibaldone - Die Krise der Vernunft und ihre Folgen - Die Kulturkritik und das Ideal der Antike - Die 'Philosophie des Scheins'.