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Der Sachsenspiegel als Buch

Vorträge und Aufsätze

Series:

Ruth Schmidt-Wiegand and Dagmar Hüpper

Der Sachsenspiegel Eikes von Repgow ist eines der ältesten Rechtsbücher in deutscher Sprache und zweifellos dasjenige, von dem die größte Wirkung ausgegangen ist. Als ein Buch, das seinem Charakter nach ein Stück Gebrauchsliteratur darbietet, markiert der Sachsenspiegel den Beginn der Verschriftlichung des Rechts in deutscher Sprache. Zweck seiner Aufzeichnung war die schriftliche Fixierung des vorab mündlich überlieferten Gewohnheitsrechts mit dem Ziel, Rechtsregeln und -normen jederzeit verfügbar und überprüfbar werden zu lassen. Es wird nach den Personen gefragt, die Träger dieser Entwicklung gewesen sind, sowie nach den Anwendungs- und Bezugsbereichen. Dem Zusammenhang zwischen dem Codex oder Buch als der äußeren Form der Überlieferung und seinen Rechtsinhalten wird unter verschiedenen Aspekten nachgegangen.
Aus dem Inhalt: Der Sachsenspiegel als Buch: Überlieferungs- und Editionsprobleme - Vorreden, Register, Kapitelverzeichnisse und ihre Bedeutung für die Benutzer - Auftraggeber, Schreiber und Besitzer - Rezeptionsprozesse - Bilder als Quelle für eine Kulturgeschichte des Mittelalters - Bauvorschriften und Leihezwang - Fronbote und Nachrichter - Rechts- und Sozialstatus des Spielmanns.