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Wahrheitsdefinition und radikale Interpretation

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Andreas Edmüller

Donald Davidson ist einer der einflußreichsten Sprachphilosophen der Gegenwart. Seine Behauptung, eine empirische Bedeutungstheorie der Umgangssprache könne nach dem Modell der Wahrheitsdefinition des Logikers Alfred Tarski verstanden werden, ist bekannt kontrovers. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert Davidsons Position Schritt für Schritt. Dabei werden die philosophische Motivation und der systematische Zusammenhang der einzelnen Thesen eingehend erläutert. Dann zeigt der Autor, daß Davidsons Programm am Phänomen der demonstrativen Bezugnahme scheitert. Dies führt zu einer Neubewertung der Ansprüche, die man sinnvollerweise an eine Bedeutungstheorie stellen kann. Hier konvergieren die Ergebnisse der Arbeit überraschenderweise mit aktuellen Einsichten Davidsons, die dieser allerdings auf ganz anderem Wege gewonnen hat.
Aus dem Inhalt: Tarskis Wahrheitsdefinition - Das Programm einer empirischen Bedeutungstheorie - Davidsons Erfolgskriterien - Das Gedankenexperiment der radikalen Interpretation - Intensionale Kontexte - Demonstrative Bezugnahme - Das Pronomen der ersten Person Singular.