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Luftkrieg und Zivilbevölkerung

Der kriegsvölkerrechtliche Schutz der Zivilbevölkerung gegen Luftbombardements von den Anfängen bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges

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Heinz Markus Hanke

Bei der historischen und juristischen Bewertung der Luftkriegspraxis des Zweiten Weltkrieges wurde bisher allgemein angenommen, daß bei Kriegsausbruch keine brauchbaren völkerrechtlichen Regeln über den Schutz der Zivilbevölkerung vor Luftbombardements bestanden hätten und deshalb eine objektive Beurteilung nicht möglich sei. Diese These soll durch die vorliegende Studie widerlegt werden. Hier wird nicht nur die Kodifikationsgeschichte des Luftkriegsrechts behandelt, sondern erstmals die Entstehung eines Völkergewohnheitsrechts unter Berücksichtigung der Luftkriegspraxis bis 1939, der einzelnen Luftkriegsdoktrinen sowie der technischen Entwicklung dokumentiert. Die Hinzuziehung von bisher unveröffentlichten Archivalien bestätigt die Existenz einer hinsichtlich von Luftbomardements konkreten Rechtsüberzeugung sowohl bei den Militärs als auch den Politikern der am Zweiten Weltkrieg beteiligten Mächte.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg mit dem Recht der Haager Konferenzen 1899 und 1907 - Die Luftkriegspraxis im Ersten Weltkrieg - Die Haager Luftkriegsregeln 1923 und ihre Rolle bei der Entstehung von Gewohnheitsrecht - Die Luftkriegspraxis zwischen den Weltkriegen - Luftkriegsdoktrin und Technik - Völkerrechtliche Anweisungen an die Luftstreitkräfte - Die Rechtsüberzeugung bei Kriegsausbruch 1939.