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Erinnerung als ästhetische Kategorie des Widerstandes im Werk Ingeborg Bachmanns

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Andrea Stoll

Mehrfach hat die Bachmann-Forschung der letzten Jahre auf die Bedeutung des Erinnerungsmotives für den 1971 erschienenen Malina-Roman hingewiesen. Die vorliegende Studie zeigt erstmals die gattungsübergreifende Genese der Erinnerungsthematik und weist über die motivische Entwicklung hinaus auf die poetologische Relevanz der Erinnerung als Strukturmerkmal Bachmannscher Texte. Von den Gedichten der Gestundeten Zeit (1953) bis hin zum Malina-Roman macht die Arbeit deutlich, daß Bachmann aus einem historisch bedingten Erfahrungsmuster eine ästhetische Kategorie entwickelt, der für die Text- und Motivkomposition ihres Werkes eine Schlüsselfunktion zukommt.
Aus dem Inhalt: Faschismuserfahrung und ästhetisches Bewußtsein - Erinnerung als poetischer Appell: Das Gedicht als Gedächtnis der Geschichte - Erinnerung als Moment des poetologischen Selbstbezuges - Erinnerung und Identitätsproblematik in den Erzählungen - Der Konflikt zwischen Erinnerung und Erzählvorhaben im Malina-Roman.