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Panorama und Panoramaroman

Parallelen zwischen der Panorama-Malerei und der Literatur im 19. Jahrhundert dargestellt an Eugène Sues "Geheimnissen von Paris</I> und Karl Gutzkows "Rittern vom Geist</I>

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Achim Ricken

Aus unserem heutigen Sprachgebrauch läßt sich das Wort «Panorama» kaum noch wegdenken. Wem wäre noch nie ein Buch, eine Zeitschrift untergekommen mit einem Titel wie «Panorama der ...?» Allgemein bezeichnet dieser Terminus eine photographische oder zeichnerische Wiedergabe eines Rundblicks. Verfolgt man die Geschichte zurück, so stößt man mit der einsetzenden industriellen Revolution auf das erste Massenmedium mit gleichem Namen. Seine Geschichte umfaßt nur das 19. Jahrhundert. Zwar sind uns seit dem Mittelalter Vorformen überliefert, doch erfüllen diese weder die Kriterien eines Massenmediums, noch kann hier von einer typischen Perspektive und Sichtweise der Dinge geredet werden. Die Perspektive und die Sichtweise innerhalb eines Panoramas blieben nicht auf die Malerei beschränkt: Eugène Sue und Karl Gutzkow entwarfen in ihren Romanen literarische Panoramen ihrer zeitgenössischen Gesellschaft, die in diesem Buch eingehend vorgestellt werden.
Aus dem Inhalt: Das Panorama: Definition, Ursprünge, Entwicklung in Frankreich und Deutschland - Streben nach Illusion - Die Macht des Blicks - Gutzkows Konzeption eines Literarischen Panorama - Die Darsteller als Abbild der Gesellschaft in den Geheimnissen von Paris und den Rittern vom Geist - Analyse der Schauplätze in beiden Romanen - Kritik.