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Das russische Drama der Moderne

Eine Einführung

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Christine Müller-Scholle

Ziel der Studie ist es, die Struktur sehr verschiedener russischer Dramen von Bloks «Schaubude» (1906) bis zu Wwedenskijs «Weihnachten bei den Iwanows» (1938) aufzudecken. Die Untersuchungskriterien sind einheitlich: der Handlungsbegriff des jeweiligen Autors, die Sprache der Figuren, Formen nichtverbaler Handlungsentwicklung sowie die Zeit- und Raumstruktur der Stücke. Es wird herausgearbeitet, daß unter «Modernität» im russischen Drama von 1906 bis 1938 international wirkende Stilgesetze zu verstehen sind: Abkehr von naturalistischen Traditionen, Verfremdung und Deformation von Wirklichkeit. Als weitere typenhafte Gemeinsamkeit der analysierten Dramen erweist sich, daß sie Vehikel der Kritik an gesellschaftlichen und ästhetischen Konventionen sind, Forum von Diskussion oder Agitation.
Aus dem Inhalt: Das lyrische Theater Alexander Bloks - Ein Vorläufer epischen Theaters (Andrejew) - Der Beginn des russischen Monodramas (Jewreinow) - Futuristisches Theater - Episches Theater im Zeichen der Revolution - Theater des Protests gegen die Revolution - Das russische Theater des Absurden.