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Jüdische Tradition in der amerikanischen Diaspora

Das Erzählwerk Cynthia Ozicks

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Beate Rzadtki

Die jüdisch-amerikanische Autorin Cynthia Ozick gilt seit Ende der sechziger Jahre als eine der entschiedensten und provozierendsten Vertreterinnen eines jüdischen Partikularismus. In ihrem Erzählwerk wie auch in ihren zahlreichen Essays versucht sie, gegen die weitgehende Assimilation der amerikanischen Juden eine bewußt abgrenzende, dezidiert jüdische Position zu etablieren.
Die Studie will an Ozicks Erzählwerk zeigen, daß Ozick einen jüdischen Partikularismus nicht nur theoretisch postuliert, sondern vor allem auch literarisch zu realisieren versucht. Ihre wichtigsten Themen sind dabei: jüdischer Glaube zwischen Orthodoxie und Säkularismus; jüdisches Geschichtsbewußtsein in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust; jüdische Identität zwischen Verdrängung und Suche nach einer eigenen Biographie sowie Literatur als bilderschaffendes und damit potentiell 'unjüdisches' Produkt der Phantasie.
Realistisches und postmodernes Erzählen verbinden sich in Ozicks moralischen Parabeln zu einer komplexen Synthese, die das Spannungsverhältnis von jüdischer Tradition und Assimilation aufzeigt.
Aus dem Inhalt: Amerikanische Juden zwischen Assimilation und Tradition - «Melting Pot»- und Pluralismustheorien - Literaturüberblick: A. Cahan bis Ph. Roth - C. Ozick als Essayistin - Assimilation und jüdische Identität - Holocaust-Literatur - Jüdischer Glaube in der säkularen Welt - Jüdische Literatur in der Diaspora.