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Zwischen Emanzipation und Beharrung

Studien zum Ort und Kontext des Schicksals der jüdischen Gemeinde Papenburg-Aschendorf

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Uwe Eissing

Die Vernichtung der Juden berührt das Bild eines emanzipatorischen Aufbruchs aus traditioneller Unmündigkeit. «Auschwitz» setzt über antijudaistische Vorurteile hinaus ein prinzipielles Dementi jüdischer Existenz voraus. Beobachtungen zur Einladung der Überlebenden der jüdischen Gemeinde Papenburg-Aschendorf und regionalgeschichtliche Studien machen Bruchstellen sichtbar. Unter dem Aspekt der Legitimität jüdischer Existenz formiert sich in den Schriften des Aufklärers Christian Wilhelm von Dohm (1781/83), den Debatten zur Emanzipation der Juden (am Beispiel des Königreiches Hannover) und der Kontroverse über die «Judenfrage» (1843) eine Verschränkung von gesellschaftlichen Modernisierungsvorstellungen und einer allgemeinen Erwartung des Verschwindens der Juden.
Aus dem Inhalt: Bruchstellen einer Vergangenheitsbewältigung und Studien zu regionalgeschichtlichen Problemfeldern (Ghetto, Assimilation und Beharrung) führen an die Frage der Legitimität jüdischer Existenz in den Schriften des Aufklärers Dohm (1781/83), der Emanzipation im Königreich Hannover (1830er Jahre) und der Kontroverse über die Judenfrage (1843) heran.