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Überleben und verändern

Volksküchen in Lima: Frauen der Armutsviertel organisieren sich

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Cornelia Schweppe

Volksküchen sind Basisorganisationen von Frauen aus den Armutsvierteln Perus. Sie entstehen auf dem Hintergrund einer schweren Wirtschaftskrise und einer immer schlechter werdenden Ernährungssituation. Die Bedeutung von Volksküchen liegt jedoch nicht nur in ihrem Beitrag zur Linderung des Ernährungsproblems. Durch langjährige Beobachtung, Interviews und das gemeinsame Handeln mit den beteiligten Frauen wurden minutiös und detailliert darüber hinausgehende, von ihnen initiierte und geförderte soziale und politische Veränderungsprozesse rekonstruiert. Die Ergebnisse zeigen, daß die Grundlagen von Volksküchen inkaische Traditionen der Gemeinschaftsarbeit und der gegenseitigen Hilfe sind. Die Prinzipien von Volksküchen, wie Gleichheit, Solidarität, Partizipation, Autonomie und die Rotation bei der Ausführung von Leitungsfunktionen, bilden einen Gegenpol zu den vorherrschenden Normen in Peru. Ebenfalls zeigt die Studie, wie Volksküchen zur Veränderung der geschlechtsspezifischen Situation von armen Frauen beitragen.
Aus dem Inhalt: Situation von Frauen in Peru - Entstehung und Entwicklung von Armutsvierteln und Volksküchen - Selbstorganisation von Volksküchen - Volksküche als Teil einer sozialen Bewegung und Keimzelle neuer gesellschaftlicher Werte - Volksküche als Bildungsinstanz - Veränderungsprozesse im Leben der beteiligten Frauen.