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Reale und symbolische Ordnungen in Stifters «Nachsommer»

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Carola Salm

Folgt man der Geheimlehre in Stifters Roman 'Der Nachsommer', so zeigt sich, daß die grundlegende Struktur aus einer Komposition von Kreisen und Vierheiten besteht. Nicht nur allein die geometrische Deutlichkeit dieser Figuren spielt eine wesentliche Rolle zum Verständnis des Textes, sondern vor allem ihre Verkettung mit dem Bildungsweg des Protagonisten Heinrich Drendorf. Durch seinen beständigen Umgang mit kreisförmigen und viergegliederten Ordnungen erschließen diese ihm tiefe symbolische Zusammenhänge. Sie stehen im engen Zusammenhang mit seiner Initiation, seinem geistigen Reifwerden. Betrachtet man die Spirale seines Bildungsweges, so zeigt sich eine doppelte Bewegung: die Ausdehnung seiner Bildungskreise durch Einsichten und Erkenntnisse und die Konzentration auf ein Zentrum hin, der Weg zu sich selbst.
Aus dem Inhalt: Symbolsprache - Das Göttliche als Erscheinung - Reale und symbolische Ordnungen von Kreis und Vierheit - Raum und Heiliges - Plastik als Raumordnung - Initiation - Kreise der Weihe.