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Ritterliche Gewalt und bürgerliche Selbstbehauptung

Untersuchungen zur Kriminalisierung und Bekämpfung des spätmittelalterlichen Raubrittertums am Beispiel norddeutscher Hansestädte

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Ulrich Andermann

Die vorliegende Studie versteht sich als ein Beitrag sowohl zur Geschichte der spätmittelalterlichen Stadtgemeinde als auch zur Kriminalitäts- und Strafrechtsgeschichte. Ausgehend von dem Begriff des «Raubritters» fragt sie aus einer betont stadtbürgerlichen Perspektive, unter welchen Voraussetzungen und in welchen Formen ritterliche Verhaltensweisen kriminalisiert worden sind. Am Beispiel der norddeutschen Hansestädte werden nach Darstellung der verfassungsrechtlichen und gerichtsherrlichen Rahmenbedingungen die einzelnen Nuancen einer kommunalen Verbrechensbekämpfung außerhalb der Stadt untersucht. Darüber hinaus werden die verfahrensrechtlichen Formen der städtischen Kriminaljustiz gegenüber ritterlichen Widersachern behandelt.
Aus dem Inhalt: Spätmittelalterlicher Konflikt zwischen adlig-ritterlicher und städtisch-bürgerlicher Welt - Kriminalisierung ritterlicher Gewalt - Problem «Raubrittertum» - Voraussetzungen und Formen der Verfolgung außerstädtischer Kriminalität - Polizeijustiz - Strafrechtsverfahren.