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Transsituationale Konsistenz des Verhaltens und Handelns in der Erziehung

Mit einem Geleitwort von Meinrad Perrez

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Jean-Luc Patry

Sozialverhalten ist in der Regel situationsspezifisch; dies hat schwerwiegende, aber kaum je thematisierte Konsequenzen für die Sozialwissenschaften und vor allem für die Erziehung und deren Erforschung. Zunächst wird (1) präzisiert, was unter «Situationsspezifität» bzw. deren Gegenteil, «transsituationale Konsistenz», zu verstehen ist. (2) Sodann wird gezeigt, dass sich für die Erziehung und deren Erforschung grosse Probleme stellen: die Generalisierbarkeit ist gefährdet, Theorien können nicht ohne weiteres in der Praxis angewandt werden, und Erziehungsziele - als Dispositionen - können nicht angemessen diskutiert und beeinflusst werden. (3) Eine Handlungs-Theorie der Situationsspezifität wird entwickelt und anhand der bestehenden Literatur überprüft. Diese Theorie beruht u.a. darauf, dass das gleiche Verhalten in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Konsequenzen haben kann. (4) Mit Hilfe dieser Theorie werden Vorschläge zur Lösung einiger der Probleme in den Bereichen Generalisation und Theorie-Praxis-Bezug gemacht. Es zeigt sich, dass diese Probleme gelöst werden können - wenn man sich darum bemüht.