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Die Schuldproblematik in Luise Rinsers literarischem Werk

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Thomas Lother

Das Problem der Schuld, eine Grundbefindlichkeit des Menschen, hat seit jeher als Motiv die Literatur beschäftigt. Die vorliegende Arbeit versucht das spezifische Schuldverständnis Luise Rinsers auf den zwei Ebenen ihres literarischen Werkes, der Essayistik und der Belletristik, zu erörtern. Rinser thematisiert Schuld nicht nur als persönlichen Erlebnishintergrund, sondern erweitert den Schuldbegriff, aufbauend auf christlich-theologischen, philosophisch-sozialwissenschaftlichen und mystischen Thesen, zu einem metaphysischen Ordnungsprinzip. Entsprechend geht ihre Beschäftigung mit der Schuldproblematik über die Darstellung und Reflexion von Schuld oder Sünde weit hinaus. Sie versteht ihr Werk als pädagogischen Auftrag, ihre Leser nicht nur auf persönliche und soziale Schuld hinzuweisen, sondern auch Lösungsmodelle aufzuzeigen.
Aus dem Inhalt: Zum Begriff der Schuld - Persönliches Schulderlebnis der Dichterin - Schuld als Verstoß gegen Ordnungsprinzipien - Befreiung von Schuld - Schuld als existentielle Notwendigkeit.