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Reformation als Apokalypse

Die Holzschnitte von Matthias Gerung im Codex germanicus 6592 der Bayerischen Staatsbibliothek in München

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Petra Roettig

Mit der antikatholischen Holzschnittfolge von Matthias Gerung (1500-1570) liegt eines der umfangreichsten und neben Cranachs «Passional Christi und Antichristi» das wohl auch drastischste Werk der Reformationssatire vor. Unbekannt blieb bisher die eigentliche Bestimmung dieser Holzschnitte als Illustrationen zu einem aufgegebenen Buchprojekt, der von Pfalzgraf Ottheinrich veranlassten deutschen Übersetzung des Apokalypsenkommentars des Berner Predigers Sebastian Meyer: Von diesem Buchprojekt ist einzig eine Handschrift mit Gerungs Holzschnitten im Codex germ. 6592 der Bayerischen Staatsbibliothek in München überliefert. Die Untersuchung interpretiert erstmals die apokalyptischen und satirischen Darstellungen entsprechend ihrer Anordnung im Codex und ordnet sie in das ikonographische Spektrum der Reformationsgraphik ein.
Aus dem Inhalt: U.a. Biographisches zu Matthias Gerung - Gerungs Textvorlage: Sebastian Meyers Kommentar zur Offenbarung des Johannes - Zur Tradition der illustrierten Apokalypsenkommentare - Interpretation der Bilderpaare im Codex germ. 6592 - Bildanhang.