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Das Problem einer «jüdischen Rasse»

Eine Diskussion zwischen Wissenschaft und Ideologie (1870-1930)

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Annegret Kiefer-David

Das Problem einer «jüdischen Rasse», einst Topos der Rechtfertigung millionenfachen Mordes, ist bis heute mehr tabuisiert als in Entstehung und Bedeutungsinhalt reflektiert. Die bisher noch nicht behandelte Frage nach einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem primär anthropobiologischen Begriff ist Thema der vorliegenden Arbeit. Die Diskussion eines «jüdischen Rassenproblems» in der Anthropologie vor 1930 bildet einen Untersuchungsschwerpunkt. Darüber hinaus werden die Interdependenzen zwischen wissenschaftlicher Diskussion und ideologischem Denken dargestellt. Eine Analyse der Entwicklung erfolgt auf dem Hintergrund der Frage, ob eine den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens verpflichtete Forschung objektiv und wertungsfrei bleiben kann.
Aus dem Inhalt: Die «jüdische Rasse» in der traditionellen metrisch-beschreibenden Anthropologie - Die Anthropologie der Juden aus der Sicht jüdischer Wissenschaftler - Ursprünge und Entwicklung des biologischen Antisemitismus - Antisemitisches Denken in Anthropologie und Eugenik: die wissenschaftlich sanktionierte Unterdrückung einer Minderheit.