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Die Unerreichbarkeit von Erfüllung in Theodor Fontanes «Irrungen, Wirrungen» und «L'Adultera»

Strukturwandel in der Darstellung und Deutung intersubjektiver Muster

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Susanne Czuba-Konrad

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Unerreichbarkeit von Erfüllung als zentrales Thema Theodor Fontanes. Vor dem Hintergrund kritischer Reflexion der Archetypenlehre C.G. Jungs, der Sozialpsychologie Alfred Lorenzers und der ästhetischen Theorie Susanne K. Langers wird Fontanes Ambivalenz zwischen Widerstand und Anpassung als eine emotionale Kategorie eruiert. Sie ist sowohl für seine gesellschaftspolitische Haltung als auch für sein Konzept des poetischen Realismus bestimmend. Die Rolle der Emotionalität in der bürgerlichen Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird in Fontanes Zeitromanen zum Politikum, das bis heute wenig an Aktualität eingebüßt hat.
Aus dem Inhalt: «Irrungen, Wirrungen» und «L'Adultera» - Fontanes zwiespältiger Verklärungsbegriff - Strukturwandel in der Darstellung und Deutung psychischer Muster - Die Sehnsucht nach Erfüllung und das Ordnungsprinzip - Gesellschaft als kollektive Psyche - Die Bedeutung der Emotionalität für Fontane.