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Transplantationen von Embryonalgewebe

Eine moraltheologische Untersuchung

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Christoph Bockamp

In den 80er Jahren begann ein neues Kapitel in der Entwicklung der medizinischen Therapie: die Transplantation von Gewebe menschlicher Embryonen. Erste Erfolge zeichnen sich in der Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung (Schüttellähmung) ab: Abgestorbene Zellen im Gehirn der Patienten werden durch frisches, embryonales Hirngewebe ersetzt. Medizinische Zentren in aller Welt erproben diese Techniken derzeit auch bei anderen häufigen Krankheiten wie Diabetes, Blutkrankheiten und dem Alzheimerschen Leiden. Die Experimente haben eine lebhafte, internationale Diskussion ausgelöst. Im Mittelpunkt steht die Frage: Gelten für den Embryo dieselben ethischen Kriterien wie für einen erwachsenen Spender? Muß seine Situation besonders beurteilt werden, zumal, wenn er vorsätzlich abgetrieben wurde? Das Buch analysiert detailliert die aktuellen medizinischen Fakten. Auf der Grundlage der christlichen Anthropologie wird dazu ein System ethischer Beurteilungsprinzipien erarbeitet. Die Diskussion der einzelnen Techniken zeigt u.a., daß die Umstände des Todes des Embryos für das ethische Urteil von entscheidender Bedeutung sind.
Aus dem Inhalt: Medizinische Aspekte der Transplantation von Embryonalgewebe, besonders mit fötalem Nervengewebe. Acht Prinzipien zur ethischen Bewertung - Beurteilung der verschiedenen Quellen für transplantierbares Gewebe: Produktion von Embryonen zur Transplantation - Embryonen aus vorsätzlichen und spontanen Abtreibungen. Feststellung des Todeszeitpunktes bei Embryonen - Ethische Verpflichtungen des Empfängers eines Transplantates - Fragen der Einwilligung.