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Fabulierlust und Defiguration

«Phantastische» Spiele der Einbildungskraft im Prosawerk Gottfried Kellers

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Theo Loosli

Im Kontext der anhaltenden kritischen Auseinandersetzung mit Begriff und Genre des Phantastischen in der Literatur unternimmt die vorliegende Studie den Versuch, die von jeher als befremdlich empfundenen narrativen Wucherungen oder «Schnurrpfeifereien» Kellers als dessen spezifische Variante des «Phantastischen» zu erhellen. Sie besteht darin, dass ein nicht phantastischer Inhalt durch eine bestimmte Sichtweise und Behandlung allererst phantastisch wird. K.s «Phantastik» erscheint sonach als Resultat einer Darstellungsweise, deren Prinzipien als Stilgesetze des Phantastischen genau beschrieben und zu einem Strukturschema verdichtet werden, das ungewohnte Einblicke in die bizarre Abgründigkeit von K.s poetischem Verfahren gewährt.