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Autistische Störungen

Aspekte der kognitiven Entwicklung autistischer Kinder

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Hermann Wilmert

In der Mehrzahl der neueren Erklärungsversuche wird davon ausgegangen, daß autistischen Störungen eine kognitive Störung im Hinblick auf die Wahrnehmungsverarbeitung zugrunde liegt. Dennoch gibt es immer noch viele offene Fragen zur Entstehung und zum Verständnis autistischen Verhaltens. Daher erscheint eine Untersuchung der Problematik unter Bezug auf die Theorie Piagets sinnvoll. Vor dem Hintergrund dieser Theorie können kognitive Störungen als mangelnde Koordination und Integration assimilativer und akkomodativer Prozesse verstanden werden. Darüber hinaus vermag eine Untersuchung autistischer Störungen aus dieser Perspektive die wechselseitige Beziehung zwischen der kognitiven und der sozial/affektiven Entwicklung aufzuhellen. Die Verhaltensweisen autistischer Kinder erscheinen schließlich so gesehen nicht mehr als statische Symptome eines Krankheitsbildes, sondern als Ausdruck eines unter spezifischen Störungen ablaufenden Sozialisationsprozesses.
Aus dem Inhalt: Autistische Störungen als kognitive Störung im Hinblick auf die Wahrnehmungsverarbeitung - Autistische Störungen als Störungen des Zusammenspiels von Assimilation und Akkomodation (Piaget) - Die kybernetische Theorie von Sievers.