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Die Karlsruher literarische Korrespondenz (1757-1783)

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Petra Blödorn-Meyer

In Frankreichs Kommunikations- und Pressewesen des 18. Jahrhunderts nimmt die literarische Korrespondenz als Gattung, die sich zwischen Privatbrief und literarischer Zeitschrift bewegt, eine beachtenswerte Stellung ein. Die Karlsruher literarische Korrespondenz tritt dabei durch Länge, Vollständigkeit und Themenvielfalt beispielhaft hervor. Ihre Beschreibung und Analyse betrifft Form, Inhalt, biographische und organisatorische Aspekte. Im Mittelpunkt der inhaltlichen Betrachtung stehen die Berichte über neuerschienene Bücher, über das Pariser Theaterleben und die Auseinandersetzung mit der Philosophie der Aufklärung und deren Vertretern. Eng damit verbunden ist die Untersuchung der darin enthaltenen literarästhetischen und ideologischen Positionen. Die Karlsruher literarische Korrespondenz nimmt im Unterschied zu anderen literarischen Korrespondenzen eine eindeutig konservative, antiaufklärerische Haltung ein. Dagegen vollzieht sie im Verlauf ihres 27jährigen Bestehens auf formaler, thematischer wie inhaltlicher Ebene eine Entwicklung, die zugleich als repräsentativ für die Gattung anzusehen ist.
Aus dem Inhalt: 613 Briefe - Empfängerin Karoline Luise von Baden-Durlach - Identifizierung der 4 Verfasser - Abonnementbeginn, Korrespondentenwechsel, Beziehung der Korrespondenten untereinander und zur Abonnentin, Bezahlung, Nachrichtenbeschaffung, das Pariser Nachrichtensystem - Das äußere Erscheinungsbild - Statistische Erschließung des Inhalts, inhaltliche Analyse, neuerschienene Bücher - Theater, Glück in Paris - Philosophie der Aufklärung und ihre Vertreter - Roman, Drama, Literatur- und Theaterkritik - Ideologische Positionen.