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Kanzleischriftgut, Kanzlei, Rat und Regierungssystem unter Herzog Albrecht III. von Bayern-München 1438-1460

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Gerda Maria Lucha

Innerhalb des Projekts zur Erforschung der Kanzleien und Regierungssysteme der Wittelsbacher Herzöge von Bayern und Pfalzgrafen bei Rhein dringt diese Arbeit für Oberbayern bisher am weitesten in das Spätmittelalter vor. Die Urkunde ist dabei nicht mehr Hauptquelle, sondern es kommen neue Überlieferungsgruppen hinzu: Briefe, Akten und Amtsbücher, die Kennzeichen einer differenzierteren Verwaltung. Die Überlieferung der Kanzlei Albrechts III. wird systematisch erfaßt und mit den Methoden der Paläographie, Diplomatik und Aktenlehre sowie der neuen quantitativen Methode der EDV analysiert. Aus der Analyse des Kanzleischriftgutes ergeben sich nicht nur gesicherte Informationen zu Besetzung und Arbeitsweise der Kanzlei als zentralem Regierungs- und Verwaltungsorgan, sondern auch Aussagen über die anderen Bereiche der zentralen Regierung und Verwaltung, den herzoglichen Rat, das Hofgericht und die Finanzverwaltung. Zusammensetzung und Tätigkeit dieser Bereiche erweisen sich als Gradmesser des Einflusses der Landstände auf das Regierungshandeln.
Aus dem Inhalt: Kanzleischriftgut (Überlieferungsgruppen, Siegel, Sprache) - Kanzlei (Besetzung, Aufgabenverteilung, Arbeitsweise) - Rat und Regierungssystem (Zusammensetzung, Verfassung und Tätigkeit des herzoglichen Rates).