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Familien- und Erbrecht-- Materielles Recht und Methoden der Rechtsanwendung in der Rechtsprechung des Oberappellationsgerichts der vier Freien Städte Deutschlands zu Lübeck

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Kirsten Kraglund

Die Arbeit unterstellt die 282 auf dem Gebiet des Familien- und Erbrechts gefällten Entscheidungen des Oberappellationsgerichts der vier Freien Städte (1820-1879) einer kritischen Würdigung. Es wird ein Einblick in die zentralen Rechtsfragen gegeben. Dokumentiert wird die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fortdauernde Lebensfähigkeit der in den frühneuzeitlichen Stadtrechtskodizes niedergelegten Rechtsprinzipien. Inwieweit das Gericht das Recht der vier Freien Städte als Bestandteil eines einheitlichen Deutschen Privatrechts angesehen hat, wird untersucht. Eine Analyse der Urteile zeigt eine äußerst vielfältige und flexible Rechtsanwendungsmethode, die sich ganz erheblich von den klischeehaften Vorstellungen in der Literatur über formale Rechtsfindung unterscheidet.
Aus dem Inhalt: Rechtsquellen - Verlöbnisrecht, Ehescheidungsrecht, das Recht der unehelichen Kinder, Einkindschaftsrecht, erbrechtliche Verträge, Erbgüter- und Kopfteilsrecht, die rechtliche Stellung der Frau - Die Bedeutung der Lehre des Gemeinen Deutschen Privatrechts für die Rechtsprechung des OAG - Rechtsanwendungsmethoden: Auslegung, Analogie, richterliche Rechtsfortbildung.