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Die Kurzgeschichten von D.H. Lawrence

Struktur - Sprache - Tradition

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Ellen Hofheinz

D.H. Lawrence, einer der bedeutendsten Autoren von Kurzgeschichten, hat mehr als 48 dieses Genres geschrieben. Die in seinen Geschichten gezeigte menschliche Erfahrung kann nur mit seinem Lebens- und Weltentwurf als Hintergrund interpretiert werden, da dieser sich maßgeblich auf die Struktur und künstlerischen Stationen dieser Geschichten auswirkt. Die Untersuchung konzentriert sich auf den Wandel der zwischenmenschlichen Beziehungen im Laufe von Lawrence'Schaffen. Dabei greifen die späteren Geschichten die Themengruppen der früheren wieder auf, lassen sie aber in anderen Perspektiven erscheinen. Weitere Schwerpunkte liegen auf Lawrence' Genesis auf dem Hintergrund der traditionellen Strömungen des 19. Jahrhunderts und auf der Entwicklung von Sprache und Dialogtechniken. Schließlich geht es noch um die Frage der wechselseitigen Abhängigkeit von Inhalt und Struktur. Zu diesem Zweck wurden die Geschichten nach fünf zentralen Themen geordnet. Von Anfang an ragt dabei die Einheitlichkeit des künstlerischen Vermögens heraus, in der Darstellung des individuellen Lebens soviel zeittypische Realität in der Kunst mitzugestalten, daß sie gleichzeitig eine Studie der Gesellschaft ist.
Aus dem Inhalt: Lawrence in der englischen Tradition der «short story» - Love-Stories: Entdeckungen der Sinnlichkeit und Zärtlichkeit - Anti-Love-Stories und Escape-Stories: Philosophie gegen Industrialismus und Kommerzialismus - Collier-Stories: realistische Geschichten aus dem Bergarbeiter-Milieu - Marriage-Stories: der Kampf der Geschlechter - Mother-Stories: die destruktive Macht der «allesverschlingenden» Mutter.