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Die amerikanische Besatzungspolitik und das Völkerrecht

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Burkhard Schöbener

Die vorliegende Studie basiert im wesentlichen auf der Auswertung bislang unbekannter Dokumente in amerikanischen Archiven. Im Mittelpunkt steht der Antagonismus zwischen dem zweckgerichteten politischen Handeln der amerikanischen Besatzungsmacht in Deutschland nach 1945 und den normativen Vorgaben des Völkerrechtes. Neben dem politischen und dem völkerrechtlichen Entscheidungsprozeß wird die Umsetzung der Planung in konkrete Besatzungsmaßnahmen (Internierung von Zivilisten, non-fraternization, Verweigerung der Anerkennung als Kriegsgefangene und Überstellung an andere Staaten, Minenräumdienst, Demontagen) untersucht. Der Verfasser weist nach, wie amerikanische Ministerien und die Armee das völkerrechtlich Gebotene über Jahre hinweg der politischen Zweckmäßigkeit unterordneten und das Völkerrecht durch moralisierende Überlegungen zu verdrängen suchten.
Aus dem Inhatl: «Decision-making»: Planungen und Entscheidungen zur US-Besatzungspolitik in Deutschland, 1941 bis 1945 - «Unconditional Surrender»: Von einer politischen Forderung zu einem neuen staats- und völkerrechtlichen Institut? - Deutschlands Rechtslage im politischen Streit des In- und Auslandes.