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Der bewegliche Blick

Zum Paradigmawechsel in der feministischen Filmtheorie

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Sabine Gottgetreu

In den 80er Jahren zeichnet sich in der angloamerikanischen feministischen Filmtheorie ein Paradigmawechsel ab. Die Beschäftigung mit dem weiblichen Blick wird zum vorrangigen Forschungsziel. Die Analysen beziehen sich sowohl auf den innerfilmischen Blickaustausch zwischen männlichen und weiblichen Figuren als auch auf die Relation von Figuren- und Zuschauerblicken. Feministische Theoretikerinnen sind mit einer doppelten Aufgabenstellung konfrontiert. Sie wollen die Interaktion über Blicke im Film und die Schaulust des Publikums geschlechtsspezifisch differenzieren. Als Einführung in die feministische Filmtheorie werden die Positionen von Laura Mulvey, Mary Ann Doane, Gaylyn Studlar, Teresa de Lauretis und Kaja Silverman vorgestellt. In einem zweiten Schritt werden die entwickelten Analysekategorien an Filmbeispielen ( Stella Dallas, The Women, Madame de...) überprüft.
Aus dem Inhalt: Die Rekonstruktion eines weiblichen Blicks und die Theoretisierung der Zuschauerin - Weiblicher Blick und Melodrama - Der Diskurs der Blicke in Madame de... von Max Ophüls.